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Der Linksliberalismus
Der Linksliberalismus teilt mit dem Sozialismus das Ziel einen freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft.Die Sozialisten erkennen aber die Tatsache dass diese Ziele nicht in einem kapitalistischen System zu verwirklichen sind und so streben sie eine neue Ordnung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an, im Vergleich dazu sind die Linksliberalen zaghaft und geradezu ängstlich, sie kapitulieren vor den Strukturen aus denen die Macht des Kapitals entspringt und verrennen sich in oberflächlichem Moralisieren.Dies drückt sich vorallem darin aus dass Linksliberale den Kapitalismus im Grundsatz befürworten und sich darauf konzentrieren, einige "Auswüchse" zu bekämpfen. Dies ist zwar zu befürworten, allerdings verausgaben Linksliberale darin ihre ganze Energie und verlieren ihr Fernziel aus den Augen. Ebenfalls nicht sinnvoll ist die von Linksliberalen betriebene Trennung von guten Kapitalisten und bösen Kapitalisten. Die linksliberale Haltung:"Der Kapitalismus wär ja so schön wenn alle Unternehmer lieb und anständig wären" lässt völlig ausser Acht dass die Strukturen des kapitalistischen Systems den einzelnen Kapitalisten nicht die Möglichkeit lässt sich menschlich zu verhalten.Es gabt zwar durchaus Unterschiede zwischen den einzelnen Kapitalisten, diese sind aber nicht so elementar dass sie als Grundlage für Kapitalismuskritik dienen könnten. Eine Kapitalismuskritik darf nicht so stark personalisiert sein wie die der Linksliberalen, sondern muss direkt an den Strukturen des kapitalistischen System ansetzen. An wirtschaftlicher Macht im allgemeinen, am Privateigentum an Produktionsmitteln, am Gegensatz von Arbeit und Kapital, am Gegensatz von Arm und Reich und am Gegensatz von Mangel und Überproduktion. Kritik am Kapitalismus muss auch eine emanzipatorische Kritik sein, die Verhältnisse in kapitalistischen Betrieben müssen als Diktatur im Kleinen entlarvtwerden und dieser Diktatur muss man unbeirrt das Modell einer demokratischen Arbeiterselbstverwaltung entgegensetzen, dabei muss man auch der Staatswirtschaft eine klare Absage erteilen.Trotz aller Kritik am Linksliberalismus sollte man nicht vergessen dass Linksliberale keine Gegner des Sozialismus sind sondern Verbündete im alltäglichen Kampf gegen den Wahnsinn des Kapitalismus sein können.Die Frage, ob sie wenn die Stunde des Handelns gekommen ist immer noch Verbündete des Sozialismus sind oder ob sie im entscheidenden Moment nach Rechts kippen kann man zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantworten.
August Bebel
Klassiker des Marxismus-Bebelismus Band II.
Erschienen: Juli 2004
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Meine Biografie
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19.11.2006 19:00 |
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Theorie der permanenten Revolution
Eine Revolution ist nicht nach dem Umsturz der alten Verhältnisse beendet, sie fängt zu diesem Zeitpunkt gerade erst an, die Revolution muss zeigen ob sie den Erfordernissen des täglichen Lebens gerecht werden kann ohne ihre Ideale zu verlieren. Eine Revolution überlebt nur dann wenn sie eine Synthese aus praktischem Handeln und idealistischem Streben eingeht, verliert die Revolution ihre Ideale wird sie in Bürokratisierung erstarren und dadurch unweigerlich zur Konterrevolution. Andererseits kann eine Revolution aber nicht ausschließlich auf Idealen aufbauen denn Ideale machen einen Menschen nicht satt und halten ihn auch nicht warm, wenn durch die Revolution sich die Lebensverhältnisse der Menschen nicht verbessern führt dies zu einem Erstarken der Konterrevolution und letztendlich zur Restauration der alten Verhältnisse. In beiden genannten Fällen ist die Niederlage der Revolution und der Sieg der Konterrevolution vorprogrammiert, im ersten Fall ist allerdings das Verhalten der Konterrevolution weitaus tückischer und hinterhältiger als im zweiten, die Konterrevolution versucht den revolutionären Schein aufrechtzuerhalten und bedient sich der revolutionären Massen die im Glauben an die gerechte Sache den Sieg der Konterrevolution festigen.
Bisher haben wir die Revolution und die Voraussetzungen für das Bestehen der Revolution ausschließlich im nationalen Rahmen betrachtet. Eine Revolution die nur innerhalb nationaler Grenzen bestehen kann ist aber ebenso früher oder später zum Scheitern verurteilt, denn sie ist von der Konterrevolution eingekreist und wird langsam von ihr zerdrückt. Um sich aus der Umklammerung de Konterrevolution zu befreien muss die Revolution auf andere Länder übergreifen und am Ende zur Weltrevolution werden. Dies kann auf zwei verschiedene Weisen erreicht werden, entweder wird die Revolution in jedem Land selbständig den Sieg erlangenund eine eigene Prägung entwickeln oder sie wird von der Revolution in anderen Ländern sowohl direkt als auch indirekt beeinflusst.Zur Zeit existieren in der internationalen sozialistischen Bewegung zwei Hauptströmungen, der Tirsche Sozialismus und der Dostarusische Sozialismus. Diese zwei Strömungen unterscheiden sich in einigen Punkten sehr stark voneinander,während der Tirsche Sozialismus ein Mischsystem aus Parlamentarismus, Räten und Einflüssen der Tirschen Clankultur darstellt, ist der dostarusische Sozialismus die konsequenteste Verwirklichung des Rätesystems. Beide Strömungen sind gleichermaßen fortschrittlich, entscheidend ist aber welche Strömung den stärksten Einfluss auf die fortschrittlichen revolutionären Kräfte in den kapitalistischen Ländern ausübt. Während die Mehrheit der Tirschen Sozialisten Wert auf diplomatische Neutralität und Verständigung auch mit kapitalistischen Staaten legt, ist die Mehrheit der dostarusischen Sozialisten davon überzeugt dass es legitim ist die fortschrittlichen Kräfte in kapitalistischen Ländern aktiv zu unterstützen auch wenn dies zu diplomatischen Spannungen führt. In keinem kapitalistischen Land sind die fortschrittlichen Kräfte derzeit stark genug um die Revolution herbeizuführen daher ist es im Sinne der Permanenten Revolution die Augabe der sozialistischen Länder, die fortschrittlichen Kräfte in den kapitalistisch regierten Ländern so weit zu stärken dass sie den Weg zum Sozialismus beschreiten können.
August Bebel
Klassiker des Marxismus-Bebelismus Band III.
Erschienen: Dezember 2004
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19.11.2006 19:02 |
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Theorie über den KPT Revisionismus
Die KPT ist laut Selbstverständnis eine kommunistische und fortschrittliche Partei, doch in Wahrheit ein Diener der finstersten Reaktion. In der sog. Volksrepublik Tchino war das Elend der Bevölkerung tag täglich auf den Straßen zu sehen, wogegen Parteibonzen in Villen lebten. Dies ist mit der Ideologie des Sozialismus, insbesondere des Marxismus-Bebelismus, nicht vereinbar. Die "Kommunistische" Partei Tchinos hat die Revolution und damit auch die Bevölkerung verraten. Statt den Kontakt mit der Bevölkerung zu halten, verhöhnt sie das Volk in dem es gezwungen wird, in Hütten zu leben.Insbesondere der Vorsitzende der KPT, ein gewisser Herr Li, sticht negativ hervor. Auf seinen Befehl hin wurden hunderte StudentenaktivistInnen, die für ein sozialistisches Tchino eintraten, mit Panzern überrollt. Er führt ein Kommando an, das für den Tod dutzender AktivistInnen unter den Arbeitern verantwortlich ist.Die letzte Regierung mit der die "VR" Tchino noch Kontakt pflegt ist im Exil. Es war eine Regierung, die unsere Bruderstadt Huangzhou mit eiserner kapitalistischer Hand führte. Doch der Revisionismus wird durch die Solidarität innerhalb des Volkes überwunden und somit das Proletariat befreit. Und es ist unsere heiligste Pflicht als Marxisten-Bebelisten, das freie Tchino in seinem Weg zur klassenlosen Gesellschaft zu unterstützen und begleiten.
Karl Liebknecht
Klassiker des Marxismus-Bebelismus Band IV.
Erschienen: Mai 2005
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19.11.2006 19:03 |
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Der neue Mensch und das Klassenbewusstsein in Oceanía
Vor vier Monaten und zehn Tagen haben wir eine Revolution begonnen, die sich nicht nur auf politische und sozio-ökonomische Veränderungen beschränken sollte.
Den Arbeitern und Soldaten Portingtons und Kia-Ora-Gardens ging es vor allem um die Revolutionierung des Geistes. Wir wollten eine Gesellschaft ohne Vorurteile schaffen, ohne Hass, ohne Neid und ohne Selbstsucht. Wir wollten diese, dem Menschen in seiner reinen, unverdorbenen Form unbekannten Eigenschaften aus unserer Gesellschaft entfernen und ein, für die restliche Welt avantgardistisches Werk schaffen. Wir wollten diesen Menschen zeigen, ihnen beweisen dass eine andere, bessere Welt möglich ist.
Anfangs taten wir uns dabei ziemlich schwer und machten fehler, da wir unsere vorurteilshaften Meinungen nicht sofort nach der Revolution beseitigen konnten. Aber Stück für Stück und in langsamen Schritten hat sich der Mensch in Ozeania in seinem Denken und Handeln vom kapitalistischen Wolfsmenschen zum kommunistischen Menschen, zum Menschen der Zukunft entwickelt. Dieser Schritt war für die evolutionäre Entwicklung des Menschen ein neuer Höhepunkt.
Das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl wurde dabei zurückgestellt und hat dem Klassengefühl und dem Klassenbewusstsein Platz gemacht, welches mit der Revolution erweckt wurde.
Das Proletariat in Ozeania erkannte sehr früh, dass der Feind eines jeden Volkes im eigenen Lande zu finden ist, wie es Genosse Heine später so vortrefflich formulieren sollte.
Als die Bourgeoisie während der Revolution sofort vom kapitalistischen Ausland Unterstützung erhielt, begriffen auch die konservativsten Bauern und Arbeiter, auch wenn unter den ozeanischen Arbeitern nur eine kleine Gruppe ins konservative Lager eingeordnet werden konnte, dass der Nationalismus nur eines der Werkzeuge zur Ausbeutung des Proletariats durch die Bourgeoisie war.
So gelang es jedem einzelnen Arbeiter und Bauern Ozeanias verhältnismäßig schnell das Klassenbewusstsein in sich zu wecken.
Arbeiter und Bauern, die vor der Revolution nicht mit der KP/AO[MB] sympathiesierten und bei den letzten Wahlen neoliberale und opportunistische Parteien wie Hasenkamps Demokratischen Bund oder Lumpurs Sozialdemokratische Arbeiterpartei Ozeanias wählten, begriffen in der Anfangsphase der Revolution durch das Eingreifen ausländischer Kräfte in den Bürgerkrieg, dass das Klassengefühl, bzw. -bewusstsein in unserer Zeit eine weitaus bedeutendere Rolle spielt als der nationale Zusammenhalt, obwohl man diesen, wenn er nicht dem Klassenbewusstsein übergeordnet wird, durchaus als sinnvoll und nützlich ansehen kann, z.B. um die Kultur eines Volkes zu bewahren.
Das Übergreifen der Revolution vom Norden in den Süden Ozeanias war also eine logische Konsequenz, welche aus den vorherigen Ereignissen, wie dem internationalen Zusammenhalt der Bourgeoisie, hervorging. Dieses Klassenbewusstsein welches im Proletariat geweckt wurde, ist auch die Ursache für den internationalen Zusammenhalt des Proletariats und für den ausgeprägten Solidaritätssinn des kommunistischen Menschen, der aus der Revolution hervorging.
Ernesto "Ché" Guevara
Klassiker des Marxismus-Bebelismus Band V.
Erschienen: März 2006
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19.11.2006 19:06 |
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Die Diktatur des Proletariats
Vorwort
Diese Abhandlung, welche ich während eines erneuten konterrevolutionären Versuches der Weißen Armee gegen Dostarusien verfasst habe, setzt sich mit einer wesentlichen Grundlage des Bebelismus, der Basisdemokratie, bzw. der Idee der Rätemacht auseinander und gibt dieser eine eindeutige Struktur, erklärt ihren Zweck.
In dieser Schrift wird näher erläutert, was es mit diesem Begriff „Diktatur des Proletariats“ auf sich hat, was das charakteristischste Merkmal dieser Diktatur ist usw.
Außerdem möchte ich noch im Vorwort anmerken, dass sich die Idee der Diktatur des Proletariats auf Rousseaus identitäre Demokratie stützt. Aufmerksame Leser werden einige Similaritäten zwischen der Diktatur des Proletariats und der identitären Demokratie erkennen können.
I. Kapitel
Um den Sinn und Zweck der Diktatur des Proletariats zu verstehen, muss man erst einmal die marxsche Lehre vom Saat begreifen und was dementsprechend das Ziel des Sozialismus’ sein muss.
Der Staat ist ein Instrument zur Unterdrückung einer gesellschaftlichen Klasse durch eine andere. Er ist das Werkzeug und auch die Ursache der Klassenunterschiede.
Engels sagt darüber: „Der Staat ist also keineswegs eine der Gesellschaft von außen aufgezwungenen Macht; ebenso wenig ist er die Wirklichkeit der sittlichen Idee, das Bild und die Wirklichkeit der Vernunft, wie Hegel behauptet. Er ist vielmehr ein Produkt der Gesellschaft auf bestimmter Entwicklungsstufe; er ist das Eingeständnis, dass diese Gesellschaft sich in einen unlösbaren Widerspruch mit sich selbst verwickelt, sich in unversöhnliche Gegensätze gespalten hat, die zu bannen sie ohnmächtig ist. Damit aber diese Gegensätze, Klassen mit widerstreitenden ökonomischen Interessen, nicht sich und die Gesellschaft in fruchtlosem Kampf verzehren, ist eine scheinbar über der Gesellschaft stehende Macht nötig geworden, die den Konflikt dämpfen, innerhalb der Schranken der Ordnung halten soll; und diese, aus der Gesellschaft hervorgegangene, aber sich über sie stellende, sich ihr mehr und mehr entfremdende Macht ist der Staat." [Engels „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates"]
Aus dieser historischen Analyse Engels entnehme ich den Grundgedanken des Marxismus über die historische Rolle und die Bedeutung des Staates, welcher klar und deutlich zum Ausdruck gebracht wird. Der Staat ist demnach die Äußerung und das Produkt der Unversöhnlichkeit der Klassengegensätze. Der Staat entsteht dort, wo die Klassengegensätze objektiv nicht versöhnt werden. Aber auch umgekehrt gilt, dass das Bestehen des Staates beweist, dass die Klassengegensätze unversöhnlich sind. Nach Marx hätte übrigens, wenn eine Versöhnung der Klassen möglich wäre, der Staat weder entstehen noch bestehen können.
Engels dazu weiter: "Da der Staat entstanden ist aus dem Bedürfnis, Klassengegensätze im Zaum zu halten, da er aber gleichzeitig mitten im Konflikt dieser Klassen entstanden ist, so ist er in der Regel Staat der mächtigsten, ökonomisch herrschenden Klasse, die vermittelst seiner auch politisch herrschende Klasse wird und so neue Mittel erwirbt zur Niederhaltung und Ausbeutung der unterdrückten Klasse." [Engels „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates"]
Es ist wichtig von diesem Standpunkt auszugehen um den Sinn des Sozialismus, der Diktatur des Proletariats und des Rätesystems grob zu verstehen.
Wozu ist aber nun im Sozialismus noch ein Staat nötig und wie muss dieser Staat aussehen?
Der Staat, den das Proletariat übernimmt, ist ein langsam und Schritt für Schritt durch die Abschaffung der Bürokratie absterbendes Gebilde. Nach der proletarischen Revolution übernimmt das Proletariat nicht den kapitalistischen Staatsapparat, sondern einen durch die Revolution selbst in seinem Fundament beschädigten und in seiner Funktionalität kränkelnden Staat, welcher nur noch dazu dient die Bourgeoisie so weit zu unterdrücken, bis keine Klassengegensätze mehr existieren.
Bedeutet das aber, dass nach der proletarischen Revolution, nachdem die Werktätigen die Macht an sich gerissen haben, die restlichen Aufgaben wie ein kleiner Spaziergang sein werden? Nein, keineswegs. Die Machtergreifung ist der Anfang aller Arbeiten, denn ab nun kommt es darauf an, die neu erlangte Macht zu behaupten, sie zu wahren. Denn die in dem einen Lande gestürzte Bourgeoisie bleibt, aus vielen Gründen, noch einige Zeit stärker als das Proletariat.
Es kommt nun mehr darauf an, die neu erlangte Macht unbesiegbar, bzw. unbeugsam zu machen, indem man den Widerstand der, durch die Revolution gestürzten und expropriierten, Bourgeoisie bricht und all ihre Bemühungen zur Wiederherstellung des Systems, in dem der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes Leben führt, zunichte macht.
Indem man den Aufbau im Geiste des Zusammenschlusses aller Werktätigen um das Proletariat organisiert und diese Arbeit in einer Richtung durchführt, die die Liquidierung, bzw. Aufhebung der Klassen vorbereitet.
Die Aufgabe der Sozialisten und Kommunisten ist, mit der Beseitigung des Klassenunterschiedes durch zur Hilfenahme der Diktatur des Proletariats, auch die Auflösung des Staates, da dieser nach der Beseitigung der Klassenunterschiede Obsolet wird.
Erste Schlussfolgerung:
Während in einem kapitalistischen Staat die Bourgeoisie das Proletariat unterdrückt und somit die Klassengegensätze vergrößert, dient die Diktatur des Proletariats als Instrument zur Abschaffung der Gegensätze, indem man die Bourgeoisie soweit unterdrückt, bis beide Klassen die selbe soziale Ebene innerhalb der Gesellschaft erreicht haben.
Der Staat ist eine Maschine in den Händen der herrschenden Klasse zur Unterdrückung des Widerstands ihrer Klassengegner.
Zweite Schlussfolgerung:
Die Diktatur des Proletariats kann nur im Gefolge der Zertrümmerung des bürgerlichen Staatsapparates entstehen.
II. Kapitel
Was ist nun die Diktatur des Proletariats genau und was unterscheidet sie von anderen Diktaturen?
Die Diktatur des Proletariats, wie schon der Name verrät, ist die Diktatur einer gesellschaftlichen Klasse. Sie ist nicht die Diktatur einer Kaderpartei und auch nicht die Diktatur einer handvoll Politiker und schon gar nicht die Diktatur einer einzelnen Person.
Die Diktatur des Proletariats ist einzig und allein die konsequente Machtausübung des Proletariats, der Mehrheit der Bevölkerung eines jeden Staates, wenn man beim Begriff Proletariat nicht alleine vom Industrieproletariat ausgeht.
Wie gelingt es nun einer gewaltigen Volksmasse, einem Staat seinen Willen aufzudiktieren?
Dies gelingt nur durch die direkte Demokratie, in der die Mehrheit der Bevölkerung die uneingeschränkte Herrschaft über den Staat besitzt, denn in einer Basisdemokratie zählt ausschließlich, und das kennen wir bereits von Rousseau, das volonté générale, also der Gemeinwille bzw. der Wille der Mehrheit des Volkes. Uneingeschränkte Macht der Mehrheit über den Staat, bedeutet auch zwangsläufig uneingeschränkte Herrschaft über die Minderheit. Dies ist, wie schon weiter oben erwähnt, nötig um die Bourgeoisie, unter Zuhilfenahme direkt-demokratischer Mittel, zu unterdrücken um eine Klassenlose Gesellschaft ohne Herrschaft zu schaffen.
Als ideales direkt-demokratisches Modell gilt das Rätesystem, mit dessen Hilfe das Proletariat seinen Willen aufdiktieren kann und die vollkommene Gewalt über den Staat und die Wirtschaft hat, denn Delegierte sind, u.a. an die Aufgaben und Weisungen ihrer Wähler gebunden.
Somit ist die Räterepublik das bestmögliche Mittel zur Umsetzung der proletarischen Diktatur.
Wie schon bereits erwähnt, ist die Diktatur des Proletariats einzig und alleine die Diktatur einer gesellschaftlichen Klasse, dem Proletariat welches die Mehrheit der Bevölkerung darstellt. Sie kann niemals die Diktatur einer Person oder einiger Politiker, bzw. einer Kaderpartei sein die sich als Vertreterin des Proletariats sieht. Denn dies wäre kein System der Arbeiter und Bauern und würde keinerlei Unterschiede zu anderen Diktaturen aufweisen, denn es wäre eine Diktatur einer kleinen Bürokratenkaste, die ihren Willen der Mehrheit der Bevölkerung aufzwingen würde. Die Diktatur muss das Werk des Proletariats sein, d.h. dass die Diktatur aus der aktiven Teilnahme der Massen hervorgehen muss und der Kontrolle und Beeinflussung der gesamten Öffentlichkeit untersteht. Natürlich müssen auch, und dies ist unabdingbar, die Volksmassen zunehmend politisch geschult werden.
III. Kapitel
Bebel sagt über das Grundwesen des Sozialismus:
„…alle fortschrittlichen Strömungen, egal ob sozialistisch, kommunistisch oder anarchistisch, arbeiten zusammen in Form einer Unidad Popular. Nichtsozialistische Parteien sind erlaubt solange sie sich im Rahmen der Verfassung bewegen und sich vom gewaltsamen Umsturz distanzieren.“ [Bebel „Klassiker des Marxismus-Bebelismus/Grundlagen des Bebelismus“]
Daraus entnehme ich, dass auch Bebel schon vor mir, als marxistisch-bebelistischer Theoretiker, erkannte, dass nur der Pluralismus eine wirkliche Demokratie gewährleistet und dass ein Einparteiensystem der Diktatur des Proletariats und damit auch dem Rätesystem jeglichen Sinn und jegliche Existenz rauben würde.
Doch wie sollte diese Zusammenarbeit konkret aussehen?
Die Diktatur des Proletariats, welche man nach der Definition des Begriffes in den letzten Kapiteln gleichstellen kann mit der Rätemacht, bzw. dem Rätesystem, muss als eine besondere Form des Bündnisses, eines Klassenbündnisses, zwischen dem avantgardistischen Proletariat und den nichtproletarischen Schichten der Werktätigen (Bauern, Kleinbürgertum und Intellektuelle) betrachtet werden. Dieses Bündnis, welches auf gemeinsamen Interessen begründet werden muss, dient zur völligen Zerschlagung des Kapitals und zur Festigung des Sozialismus. Dieses Bündnis, deren Mitglieder verschiedene Interessen vertreten, schließen sich in Form von Parteien zusammen, da Parteien die Massen und deren Interessen am besten mobilisieren können. Dieses Bündnis aus Parteien, deren Ideen vom Anarchismus, über Kommunismus/Sozialismus, bis hin zum Linksliberalismus reichen, vereint der Wille den Sozialismus zu festigen, die Revolution fortzuführen und gemeinsam eine absolute Mehrheit zu bilden. Somit ist dieses Klassenbündnis, die Unidad Popular, die tragende Säule der Diktatur des Proletariats. Eine Säule in der trotz Vereinbarung, ein politischer Pluralismus existiert, welcher die Bewahrung der Demokratie und der Meinungsfreiheit garantiert und somit den Existenzsinn der Räte und ihre Unabhängigkeit gewährleistet.
Darüber hinaus ist auch die Existenz von nichtsozialistischen Parteien, wie Bebel es auch bereits erwähnt hatte, nötig um den politischen Pluralismus auch im weitesten Sinne zu bewahren. Denn auch Kritik am System ist nötig um die Demokratie zu erhalten und die Überlegenheit des Sozialismus’ unter beweis zu stellen, denn zum Sozialismus gehört auch, und vor Allem, Toleranz.
Ernesto "Ché" Guevara
Klassiker des Marxismus-Bebelismus Band VI.
Erschienen: April 2006
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Meine Biografie
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19.11.2006 19:11 |
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Über den Kommunismus
Vorwort
Genossin Levin stieß mit Ihrer Frage, die ich in diesen Werk so gut wie möglich in Form eines Konspektes zu beantworten versuche, neue Pforten zur Erkenntnisgewinnung auf. Inhaltliche Fehler die ich in der Abhandlung über die Diktatur des Proletariats gemacht habe, werden hiermit berichtigt.
Hauptteil
„Was mir noch nicht ganz klar ist, ist, ob der Genosse Marx mit dieser ersten Phase des Kommunismus den Sozialismus meint oder ob die erste Phase des Kommunismus die auf den Sozialismus folgende Stufe der Entwicklung der Gesellschaft sein soll.“ So lautete die Frage Genossin Levins, die es nun zu beantworten gilt.
Die erste Phase der klassenlosen Gesellschaft ist der Sozialismus. Genau an dieser Stelle muss ich unbedingt betonen, dass der Sozialismus selbst keine eigenständige Gesellschaftsformation ist, sondern eben die erste Phase des Kommunismus. In dieser ersten Phase der klassenlosen Gesellschaftsordnung sind die Produktivkräfte noch nicht weit genug entwickelt genauso wie die Produktionsverhältnisse. Der Mensch muss arbeiten um nach seiner Arbeitsleistung "entlohnt" zu werden. Hier gilt noch das Prinzip "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Leistungen". Der Staat existiert auch noch, obwohl er in seinen Grundfesten beschädigt ist, da mit der proletarischen Revolution das Proletariat nicht die gesamte Macht im bürgerlichen Staatsapparat übernehmen kann. Den Staat hingegen benötigt man noch, um die neu geschaffene Ordnung durch Gesetze zu wahren, doch der Staat selbst stirbt schrittweise ab, weil man irgendwann auch die Gesetze nicht mehr benötigt. In der höchsten Phase des Kommunismus ist der Staat vollständig abgestorben, die Produktivkräfte haben sich so weit entwickelt, dass der Mensch nur noch vielleicht 4 Stunden am Tag arbeitet um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Er muss nicht mehr seine Arbeitskraft verkaufen um zu überleben. Es gilt das Prinzip "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen".
Nebenbei erwähnt, und um den gegenwärtig vorherrschenden Auffassungen zu entgegnen, befindet sich beispielsweise Oceanía nicht in der ersten Phase des Kommunismus (also im Sozialismus), da in unserer Nation Klassenantagonismen existieren. Wir befinden uns noch in der Diktatur des Proletariats, die eine Zwischenphase zwischen Kapitalismus und Kommunismus ist. Ähnlich hat auch bereits Marx die Diktatur des Proletariats in seiner Kritik zum Gothaer Programm beschrieben.
Viele Genossinnen und Genossen jedoch, setzen die Diktatur des Proletariats mit dem Sozialismus gleich, was ein großer Irrtum ist, der sich leider weit verbreitet hat. Die Diktatur des Proletariats ist die Vorphase des Kommunismus. Der Kommunismus selbst ist in zwei Phasen aufgeteilt:
1. In die erste Phase, den sog. Sozialismus
2. In die höchste Phase, das was man allgemein als Kommunismus bezeichnet.
Die Diktatur des Proletariats wird obsolet, sobald man den Übergang in die erste Phase der klassenlosen Gesellschaft vollzogen hat, denn es existieren keine Klassen mehr, somit auch natürlicherweise kein Proletariat. Wie soll also eine Diktatur einer Klasse existieren, wenn es diese nicht mehr gibt?
Die Dialektik muss also folgendermaßen sein:
Kapitalismus
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Proletarische Revolution
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Diktatur des Proletariats - Enteignung der Bourgeoisie, Vergesellschaftung der Produktionsmittel, Aufhebung der Klassengegensätze
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Erste Phase der klassenlosen Gesellschaft (Sozialismus) - "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Leistungen".
Es folgt eine Teilabschaffung des bürgerlichen Rechts entsprechend der erreichten ökonomischen Umwälzung, also lediglich in Bezug auf die Produktionsmittel.
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Höchste Phase der klassenlosen Gesellschaft (Kommunismus) - "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen".
Die Bedingungen für den Übergang von der ersten Phase des Kommunismus (des Sozialismus) in die höchste Phase des Kommunismus sind:
1. Die rapide Weiterentwicklung der Produktionsmittel
2. Vollständige Automatisierung der Produktion
3. Kurze Arbeitszeiten
4. Die produzierten Güter müssen für jeden ausreichen.
5. Ein etappenweises Absterben des Staates, bis keiner mehr existiert, bis die letzten Überreste des bestehenden bürgerlichen Rechts abgeschafft wurden, die bis dato als Regulator bei der Verteilung der Produkte und der Arbeit dienten.
Ernesto "Ché" Guevara
Klassiker des Marxismus-Bebelismus Band VII.
Erschienen: Januar 2007
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17.01.2007 15:12 |
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